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Derzeit können wir Ihnen Welpen aus zugelassenen Eltern anbieten, die ab September abgegeben werden.

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Achtung - unseriöser Anbieter!

Ein aktuell auf ebay und sozialen Medien angebotener Wurf ist kein reinrassiger Wurf mit Papieren der AAH oder FWSK, obwohl dieser Eindruck vom Anbieter erweckt werden soll.

Mischlinge sind nicht im Sinne der Erhaltungszucht! » mehr

Kuhhunde in der heutigen Zeit

Westerwälder Kuhhunde arbeiten heutzutage in ganz Deutschland, in Österreich, in Belgien und in der Schweiz. Sie werden sowohl von Mutterkuhhaltern als auch auf Milchviehbetrieben eingesetzt. Sie unterstützen ihre Besitzer sowohl bei der Freilandhaltung als auch im Laufstall. Der Einsatz der Hunde an Schafen oder Ziegen ist vergleichsweise selten, ein geringerer Anteil der Hunde wird ohne Arbeit an Hütetieren gehalten.

Mit der Westerwälder und Siegerländer Hirtentradition starb auch die Tradition der Ausbildung und Haltung dieser Hunde als Arbeitshunde an Rindern, die von den Hirten innerhalb der Familien von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Dennoch gibt es in Deutschland noch Menschen, die ihre langjährige Erfahrung mit diesen leistungsbereiten und durchsetzungsstarken Hunden gerne weitergeben. Moderne Bauern, die heutzutage einen Kuhhund einsetzen wollen, können daher auf kompetente (und bisher kostenfreie!) Beratung und Unterstützung zählen.

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Passt der Westerwälder Kuhhund noch in unsere Zeit?

Die Fähigkeit des Westerwälder Kuhhundes, mit Rindern umzugehen, ist angeboren. Diese äußerst wachen und furchtlosen Hunde können schon im jungen Alter, auch ohne Erfahrung, die Absichten der einzelnen Tiere in einer Herde genau einschätzen. Angreifende Rinder weisen sie mit einem gezielten "Schnauzengriff" in die Schranken. Dreht sich das Rind daraufhin um, erfolgt der angeborene tiefe Griff in die Fessel. Wenige Rinder versuchen danach einen erneuten Angriff, und noch weniger mehr als zwei- oder dreimal. Auch Angriffe von mehreren Rindern, die als Herde agieren, meistern sie souverän. Nach einer solchen Konfrontation hat sich der Hund Respekt verschafft - er muß seinen Griff nur noch selten einsetzen. Auch ohne Ausbildung haben unsere Hunde auf diese Art und Weise mehr als einem Menschen Gesundheit oder Leben gerettet.

Diese Arbeitsweise erfordert Mut, Schnelligkeit und Aggressivität und ist dem ausgeprägten Schutztrieb geschuldet. Unsere Hunde werden ihre Besitzer bedingungslos vor allen Angreifern - auch vor menschlichen - schützen. Dieser Schutztrieb hat seinen Preis: Hat ein Westerwälder keine angemessene Führung, wird er selbständig agieren. Ein durchsetzungsstarker, furchtloser Hund, der in der Auswahl seiner Ziele allein gelassen wird, ist ein gefährlicher Hund.

Nun ist es in der heutigen Zeit nicht mehr *modern*, Führung zu übernehmen. Dabei ist ein Hund ohne klare Führung unsicher oder gestresst, während der Hund mit Führung in sich ruht und selbstbewußt agiert. Unsere Hunde sind ehrlich und ohne Flausen: Klare Ansage, gute Freunde - und ein unbändiger Wille, mitzuhelfen. Der Hund ist beigeistert, wenn er arbeiten darf. Und wenn er weiss, wer das Sagen hat und was zu machen ist, wird er dies auch zur Zufriedenheit des Besitzers tun.

Wie man dahin kommt? Nun, viele Wege führen nach Rom, aber alle über den gesunden Menschenverstand und Verständnis für die Ausbildung von Tieren.

Wer als Bauer täglich mit Tieren zu tun hat, versteht dies meist sehr viel besser als jeder Hobby-Tierpsychologe. Wer sein Tier zur Arbeit erzieht, ist weniger versucht, es wenig artgerecht zu verhätscheln. Daher erfolgt die Abgabe von Westerwälder Welpen bevorzugt an Bauern und nur an ausgewählte Privatleute.

Der Westerwälder Kuhhund eignet sich perfekt als Familienhund - in der Tat leben die meisten unserer Hunde in Familienanschluss - aber nur, wenn er seinen Menschen praktisch auf Schritt und Tritt begleiten kann und dieser ganz klar Führung übernimmt. Diese Voraussetzungen erfüllen meist bäuerliche Halter, die dem Hund noch dazu sein ureigenstes Arbeitsfeld bieten.

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Die Helden der Zucht

Der Westerwälder Kuhhund ist selten. Der Westerwälder Kuhhund ist hübsch. Der Westerwälder Kuhhund ist "Kein Anfängerhund". Also muß wohl der Besitzer eines solchen Hundes ein ganz toller Typ sein - und erst derjenige, der diese Hunde vermehrt, nicht wahr?

Diese Einstellung ist leider der Nährboden für selbsternannte Experten und "Züchtern", von denen nicht wenige ein gutes Geschäft wittern.

Die Wahrheit ist: Durch die Arbeit der Vereine - FWSK, AAH und GEH - gibt es seit einigen Jahren ein großes Register mit geprüften, sehr guten und gesunden Hunden. Wegen der nach wie vor sehr engen Linien sollten alle diese Hunde in der kurzen Lebensspanne, in der sie zur Zucht eingesetzt werden können, wenigstens einmal Nachkommen produzieren. Nun ist die Zahl der bäuerlichen und nichtbäuerlichen Abnehmer begrenzt - jedenfalls die, bei denen der Hund ein erfolgreiches Leben ohne Tierheim und Euthanasie zu erwarten hat.

Verantwortungsbewußte Züchter, die im Sinne der Erhaltungszucht handeln, helfen daher zusammen - sie lassen geprüften, älteren Zuchttieren ohne bisherige Nachkommen den Vortritt, sie produzieren keine Mischlinge, sie führen ihren Hund an potenzielle Interessenten vor, auch wenn sie gerade keine Welpen zu verkaufen haben, und sie unterstützen andere Halter oder Züchter aus ihrem Umkreis mit Rat und Tat. Und sie vermitteln sogar "ihre" Interessenten an andere! Eine solche "Community", wie man das heute nennt, gibt es tatsächlich, und sie wächst. Das sind die tätsächlichen Helden der Zucht.

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Unerwartete Talente

Westerwälder Kuhhunde sind ursprüngliche Hunde. Sie bringen daher oft Fähigkeiten mit, die in der Prüfung auf Zuchttauglichkeit nicht abgefragt werden. Beispiele dafür sind angeborener Spurlaut oder die Fähigkeit, verlorene Tiere auf der Alm zu suchen - ohne einschlägige Ausbildung als Suchhund und ohne den Hund auf eine bestimmte Spur anzusetzen. Auch in Ausbildungen als Rettungs- oder Polizeihund haben sie sich als sehr talentiert erwiesen. Ebenso gab es mehrere Hündinnen, die sich darauf spezialisiert haben, Fruchtbarkeit oder Krankheiten bei Rindern zu erschnüffeln. Es liegen uns Berichte vor, wonach gut geführte Westerwälder Kuhhunde großes Einfühlungsvermögen für unsichere oder kranke Menschen zeigen. Zuguterletzt ist der Westerwälder ein ausgezeichneter Wachhund.

Es mag also sein, daß so macher Halter einen wünschenswerten "Nebenjob" für seinen Hund entdeckt.

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